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Oft gestellt Fragen zur Tomatis-Methode |
Klicken Sie bitte die Frage, auf die Sie eine Antwort suchen, in der folgenden Liste
an:
Fragen:
Wie lange dauert das Tomatis-Hörtraining?
Warum wird das Hörtraining so intensiv durchgeführt?
Welche Testverfahren werden verwendet?
Wie kann man sich während des Hörtrainings beschäftigen?
Warum wird meist Musik von Mozart benutzt?
Warum werden Gregorianische Choräle verwendet?
Warum wird die Musik gefiltert?
Warum wird die Mutterstimme verwendet?
Warum ist die Mutter bei der Behandlung eines Kindes erforderlich?
Kann die Tomatis-Methode bei Verlust des Hörvermögens helfen?
Kann
die Tomatis-Methode mit anderen Therapien kombiniert werden?
Sind die erzielten Verbesserungen dauerhaft?

Antworten:
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Ein Hörtraining kann je nach zu behandelndem Problem
unterschiedlich lange dauern. Jedenfalls ist
die Dauer der Hörkur limitiert, da das Ziel immer die rasche Hinführung
unserer Klienten zu größtmöglicher Selbständigkeit ist. Üblicherweise
sind selten mehr als drei bis vier Phasen eines Hörtrainings in einem
Tomatis-Institut® nötig, wobei der erste Teil aus etwa 10 bis
15 Tagen mit täglich
je zweistündigen Einheiten und die folgenden Blöcke aus ungefähr je 8
bis 12 Tagen mit ebenfalls je zweistündigen Höreinheiten bestehen. Nach jeder
Phase folgt eine mehrwöchige Pause, in der kein Hörtraining stattfindet. |
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Um
dem Gehirn die Möglichkeit zu geben, bei der Sinneswahrnehmung zu lernen, muss man
ihm über
einen bestimmten Zeitraum hinweg immer wiederkehrende Informationsmuster
sowie günstige Entwicklungsbedingungen geben. Aus der Hirnforschung weiß
man, dass die Entwicklung von stabilen Verbindungen im Gehirn einer
ständigen und wiederholten Stimulation bedarf. |
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So wie das Gehirn für seine Entwicklung eine ständige
intensive Stimulation benötigt, so sind dazwischen auch Ruheperioden
wichtig, die der Verarbeitung und Integration des Neuen dienen. Tatsächlich
sind diese Ruhepausen die Phasen der Assimilation. |
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Ein Hörtest, gefolgt von Besprechungen mit dem
Therapeuten steht am Beginn des Hörtrainings. Dies wird während des Hörtrainings
und am Ende wiederholt. Die Besprechungen erlauben es dem Therapeuten, von
den Klienten Informationen und Erfahrungen einzuholen und
anhand dieser Beobachtungen und der Ergebnisse der Hörtests zu verstehen,
was sich im Zuge des Trainings verändert hat. Der Hörtest kann bei
Bedarf auch durch andere Untersuchungen ergänzt werden. |
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Ein Hörtraining soll die kreativen
Fähigkeiten fördern und den Organismus beruhigen. Darum wird von
Lesen und Schreiben während der Hörsitzungen abgeraten, aber zu
Zeichnen, Spielen und sogar zu Schlafen ermutigt. |
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Nach vielen Versuchen mit Werken anderer Komponisten
stellte sich heraus, dass die Verwendung von Musik Mozarts überall auf
der Welt erstaunliche Wirkung zeigt. Tatsächlich wird diese Musik in
jedem Land der Erde gleichermaßen gut angenommen und ermöglicht den Hörern
darüber hinaus, ihr inneres Gleichgewicht wiederzufinden. Entsprechend
dem klassischen Ideal sollte ein Gleichgewicht zwischen Rhythmus, Harmonie
und Melodie, den drei wesentlichen Bestandteilen der Musik, bestehen. Bei
Mozart scheint diese ideale Ausgewogenheit vorhanden zu sein, was den
universalen Charakter seiner Musik erklären mag. |
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Der Gregorianische Choral folgt keinem normalen,
regelmäßigen Taktschlag. Er entspricht nicht dem Herzrhythmus, sondern
eher dem Atemrhythmus. Der beruhigende Effekt des Gregorianischen Chorals
wird durch die Verbindung von Atmung und Nervensystem ermöglicht. Im
Ruhezustand kann durch tiefere Atmung der ganze Körper beeinflusst
werden. Dieser beruhigende Effekt hat eine große Bedeutung für das Hörtraining. |
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Um aus den ursprünglichen Fähigkeiten des Ohrs während
der pränatalen Phase Vorteile zu ziehen, entschloss sich A. Tomatis zur
Verwendung gefilterter Töne, die das Ohr in seiner Aufgabe der
Tonunterscheidung unterstützen können. In Anbetracht der Physiologie des
Ohres stimulieren außerdem hohe Frequenzen das Nervensystem weit mehr,
als es tiefe Frequenzen vermögen. Die Zilien (Haarzellen), die beim Hören
stimuliert werden, sind nämlich in den Bereichen der hohen Frequenzen
viel zahlreicher vorhanden als in den tiefen Frequenzen. |
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Die
Tomatis-Methode
ist eine entwicklungsorientierte Therapie. Die erste Prägung des Menschen
erfolgt durch die Mutterstimme. Hier lernt das noch Ungeborene Sprachlaute
kennen und identifizieren. Die Tomatis-Methode
knüpft an diese frühen, tief im Gehirn integrierten Erfahrungen an.
Damit ermöglichen wir unseren Klienten mit der Mutterstimme, der
individuellsten aller Möglichkeiten, ihre Hörverarbeitung entscheidend
zu verbessern. Die Verwendung der gefilterten
Mutterstimme zeigt meist eine sowohl beruhigende als auch befreiende
Wirkung.
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Das Hörtraining löst in den meisten Fällen
Verhaltensänderungen des Kindes aus, insbesondere kann kurzzeitig auch
eine mehr oder weniger starke Regressionsphase eintreten. Diese Veränderungen
im Kind müssen auch für die Mutter aufgrund eigener Erfahrung
wahrnehmbar sein, sodass sie sich darauf auch besser einstellen kann. Daher
wird im Rahmen der Tomatis-Methodedie Begleitung des Kindes durch die
Mutter als unerlässlich betrachtet. Während der Hörkur des Kindes
bekommt die Mutter ebenfalls ein Hörtraining mit dem Elektronischen Ohr.
Dies ermöglicht ihr nicht nur, sich selbst zu entspannen, sondern hilft
ihr auch, die durch das Hörtraining ausgelösten Verhaltensänderungen
des Kindes nachzuempfinden.
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Die Tomatis-Methode kann das Hören im
Falle einer irreversiblen Schädigung des Gehörs nicht verbessern, sie
kann aber – in welcher Situation auch immer – zur bestmöglichen
Nutzung des verbliebenen Hörvermögens verhelfen, wie gering es auch sein
mag.
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Ja, und in manchen Fällen ergänzen sich die Tomatis-Methode
und andere Behandlungsmethoden gegenseitig. Daher besteht
weder Inkompatibilität noch Konkurrenz mit anderen Therapien, vielmehr
kann durch die Tomatis-Methode deren Erfolg beschleunigt werden. Viele
Spezialisten kennen bereits diesen Effekt und arbeiten entweder mit
Tomatis-Therapeuten zusammen oder wenden die Methode selbst an, um
erfolgreicher für Ihre Klienten arbeiten zu können.
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Ja, denn die erzielten Verbesserungen stellen nicht
bloß reizbedingte Reaktionen dar, sondern beruhen auf einer
Wiederherstellung des inneren Gleichgewichts. Die Beweggründe für die
Anwendung der Tomatis-Methode sind immer in einer Fehlfunktion und somit
in einer mehr oder weniger deutlichen Form einer neurophysiologischen
Disbalance begründet. Das Training des Ohrs führt dann wieder in einen
stabilen Gleichgewichtszustand zurück, in den Normalzustand.
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